Vater, Mutter und die ganze Kinderschar…

Heute ist der 3. Advent.
Die Stube ist weihnachtlich dekoriert. Am Haus leuchten im Dunkeln gefühlte 1 Million Sterne und versetzen hier alles in eine romantische Vorweihnachtsstimmung. In zwei Wochen ist dann wohl Weihnachten.

Was das genau ist, kann ich euch auch noch nicht erklären. Es wird jedenfalls jede Menge Trubel in Vorbereitung dieses Festes betrieben. Seit dem ich aber weiß, dass es Weihnachten hier wohl Kaninchenbraten gibt, bin ich auch schon infiziert von dieser gewissen „Vorfreude“.
Ich ahne schon, was einige unter Euch jetzt denken…
Aber ja, es wurde extra von einen Kaninchenzüchter für uns gefüttert, nackig ausgezogen und friert jetzt noch bis zu diesem Weihnachtsfest in unserer Kühltruhe. So spielt es, das Leben.

Zur Weihnachtszeit gibt’s bei den Menschen oft ganz viel Besuche. Da kommen nahe und ferne Verwandte (dabei auch manchmal solche, die man eigentlich gar nicht kennt, weil man sie das ganze Jahr nicht gesehen hat) und dann gibt´s da so eine riesen Wiedersehensfreude.
 


 

Hier auf dem Hof kommen auch ab und zu mal Hunde zu solchen Verwandtenbesuchen. Gestern hat uns z.B. ein Sohn aus dem ersten Wurf von unserer Toller-Mama Maria besucht. Ein riesen Gaudi, kann ich euch sagen. Schon der Klingelton wird schlagartig von einem lebenden Klingelton unserer gut besuchten Hundepension übertönt, weil jeder den Besucher mit genau seinem Gebell begrüßen wollte.
Ich durfte dieser Zeremonie leider nur als Zaungast beiwohnen. Ich war wohl wieder mal noch zu klein… 🙁
 


 

Frauchen hatte in diesem Moment eh nur Augen für diesen „schicken“ Kerl. Er roch zur Begrüßung mal kurz an ihr rauf und runter und startete mit seiner Nase am Boden dann aber sofort erstmal durch…
Geruchsaufnahme der alten Heimat.
 


 

Oft kommt bei diesen Besuchen dann die Frage.
Erkennen die Hunde eigentlich noch ihre Zuchtstätte, Ihren Züchter, Ihre Eltern?
Hierüber haben sich schon unzählige Menschen Gedanken gemacht und es wurden auch schon viele Studien dazu durchgeführt.
Aber Leute findet Euch einfach mal damit ab…
Da wir eben nicht die Plaudertaschen sind, werdet ihr es nie wirklich erfahren. Ihr könnt es nach wie vor nur vermuten.

Mein Frauchen beobachtet solche Besuche ja schon seit vielen Jahren bei den verschiedensten Hunden hier.
Sie erkennt da auch ein gewisse „Freude“ bei der Aufnahme von bekannten Gerüchen während dieser Besuche. Man kann das natürlich als Wiedersehensfreude interpretieren. Man kann aber auch mal feststellen, dass es hier einfach ganz viele Hundegerüche gibt, die so geballt natürlich nicht überall anzutreffen sind. Tja und die Gerüche von Artgenossen sind nun mal gerne auch interessanter als andere Düfte der Welt.

Manchmal gibt’s auch Besucherhunde, die dann gerade stocksteif sind und tiefbeeindruckt bis ängstlich wirken.
„Schau…dein altes zu Hause…erkennst du es nicht.“ So wird die Wiedersehensfreude dann versucht zu stimulieren.
Ich sage euch nur, auch bei uns Hunden gibt’s eben echt ganz verschieden Typen.

Auf jeden Fall durfte unser Besucherhund Cooper dann auch seine Mama wiedersehen…und wie man hier unschwer erkennen kann: Er liebt sie immer noch!!!
 

Es gibt sie halt, diese total freundlichen Hunde.
Maria war dagegen ab und zu schon der Meinung, dass ihr Jungspund im puncto Damenwelt schon mal ein bisschen Erziehung braucht. Da gab es´, Mutter hin, Mutter her, dann auch fix mal die passende Ansage.
 


 

Das Verstehen dieser Ansage zeigt sich dann wieder ähnlich wie bei den Menschen, Mutter muss manches halt zig mal wiederholen, bis es bei den Kindern so angekommen ist.
Also ein rundum schönes aber auch interessantes und lehrreiches Wiedersehen der Hundefamilie.

Für mein Frauchen ist es natürlich immer eine riesen Freude, ihre Nachzuchten nach gewisser Zeit mal begutachten zu können und zu sehen, wie sie sich so entwickelt haben.
Anschließend muss ich mich dann meistens wieder ein bisschen in den Vordergrund spielen, denn sonst schwärmt sie plötzlich nur noch von ihren tollen „Kindern“.

In diesem Sinne einen schönen 3.Advent, vielleicht auch im Kreise eurer Familie.

Bis morgen dann, Eure Rapunzel

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