Des Rätsels Lösung…

Heute darf ich nun endlich Licht ins Dunkel bringen und unser Nikolaus – Rätsel auflösen.
Pat und Patachon sind das Ergebnis einer Kreuzung von Berner Sennenhund und Toller.
Man nennt diese Fellnasen angelehnt an die hier bereits seit Jahren bestehende Einkreuzungen in den Toller jetzt

Sennentoller.

Vielen Dank für die aktive Teilnahme.
Hier die Gewinner für je einen Beutel der Christopherus Reihe „Keks im Biss“

1. Christiane Möllner
2. Sebastian Neumann
3. Johanna Dost

Alle richtigen Antworten aller Teilnehmer, ob Online oder auch aus unserem Ladengeschäft, kommen nun zusätzlich in den Lostopf für unserer Silvestertombola.
Also weiter Daumen drücken.

Offensichtlich haben diese süßen Fellnasen viele von euch zum miträtseln animiert.
Wir hatten auf jeden Fall viel Spaß bei den Auswertungen.
Von zahlreichen richtigen Antworten bis zu „hier wird alles gekreuzt, was zur Verfügung steht“ war vieles dabei.

An dieser Stelle sei daher auch mal erwähnt:
Diese Kreuzung war kein „Unfall“.
Unsere Berner Sennenhündin „Bianca“ feierte im September offiziell und von den Züchtern vom Retrieverhof auch gewollt Hochzeit mit unserem Golden Tolling Retriever Rüden „Georg“.


Somit schreitet man mit diesem Wurf in der bereits vor knapp 14 Jahren, wenn auch damals tatsächlich aus Zufall begonnenen Experimantalzucht mit dem Toller einen Schritt weiter.
Es wird eine weitere Rasse in den nicht nur kleinsten Retriever sondern auch den mit dem kleinsten Genpol eingekreuzt.

Viele stellen jetzt sicherlich die Frage: Wozu das denn?
Es gibt mit den mittlerweile zahlreichen und auch sehr verschiedenen Rassen für jeden Geschmack doch schon etwas.
Das ist richtig aber darum geht es hier auch nicht.
Der Ursprung lag ganz woanders.
Es begann ganz simpel.
Frauchen hatte sich im Jahre 2003 nach langem Warten ein Tollermädchen zugelegt.
Wer den Retrieverhof kennt, kam an dieser einmaligen Hündin nie vorbei.
Es war Happy, nicht nur der ganze Stolz von Frauchen, sondern auch ein mehr als einzigartiger Hund.
 

 
Happy war von Beginn an schwer verliebt in den damaligen Golden Retriever Rüden vom Hof.
Guter Dinge wurde sie so mit dann gerade mal 8 Monaten in unserer Hundeküche mit ihrem Liebsten erwischt.
Frauchen war zu diesem Zeitpunkt mehr als erfreut, um nicht zu sagen in Panik.
Nach Rücksprache mit mehreren Tierärzten kamen die Babys aus dieser Liason dann tatsächlich auf die Welt.
Von diesen 7 Welpen stellten sich durch puren Zufall bereits bei 3 Vertretern sehr gute Eigenschaften für die verschiedensten Therapiearbeiten heraus.
Die 1.Experimantalzucht auf dem Retrieverhof war geboren und hat sich seit dem ziemlich erfolgreich weiterentwickelt.


Inzwischen sind diese „Golden Tolling Retriever“ auch als Familienhunde sehr beliebt und finden natürlich auch in Züchterkreisen ihre guten und weniger guten Nachahmer.

Frauchen beschäftigt sich mittlerweile immer mehr mit den verschiedene Variationen der aus diesen Kreuzungen hervorgegangenen Hunden. So züchtete sie für weiterführende Beobachtungen mittlerweile eine Linie in einer Wechselkreuzung bereits bis zu einer F4 Generation.
Der Toller spielt bei diesen Einkreuzungen als kleine und immer noch recht unbekannte Rasse eine prägnante Rolle. Die Rasse ist noch sehr jung, der Genpol sehr klein und somit mangelt es an Varietäten in den Genen, die sich u.a. auf Gesundheit und Widerstandsfähigkeit dieser Hunde auswirkt.
Wenn man sich als Züchter seine super gesunden Elterntiere anschaut und dann bei der Zucht zum Glück sehr vereinzelt gewisse Erkrankungen bei der Nachzucht zum Vorschein kommen, die dann auch noch genetischen Ursprung haben sollen, gehen bei solchem Züchter mit Leib und Seele die Gedanken schon auch Stück für Stück tiefgreifender.
Man versucht die vielen verschiedenen Puzzleteile zu einem klaren Bild zu machen.

Frauchen sagt hier immer, man kann man das ein bisschen mit Häusern aus Legobausteinen vergleichen.
Habe ich nur eine Sorte Steine, ist das Bauwerk ziemlich monoton und gleich.
Eine Reihe solch gleicher Häuser ergeben eine sehr ansprechend wirkende Siedlung.
Ich erreiche also eine gewisse Uniformität.
Diese gleichen Bauwerke halten aber nicht allen Situationen stand. Stelle ich solch ein mit diesen Unisteinen errichtetes Legohaus z.B. an einen Hang, benötige ich andere Steine um wieder Stabilität in dieses Bauwerk zu bekommen.
 

 
Nun gut…in der Genetik ist das mit den Bausteinen mit Sicherheit ein bisschen komplizierter.
Frauchen ist schließlich kein Wissenschaftler und will auch keiner sein.
Dennoch ist sie bereits seit vielen Jahren der Meinung, dass man in der Rassehundezucht Veränderungen treffen muss.
Alle Probleme auf die seit Jahren auch erfolgreiche Inzucht innerhalb einer Rasse zu schieben, ist ihr zu simpel und auch nicht nachweisbar. Schließlich gibt es von gesunden Elterntieren ja immer auch gesunde und super vitale Nachkommen.
Alleine mit Untersuchungen und Selektion von scheinbar unbrauchbaren Hunden für die Zucht wird man im puncto Gesundheit und Lebenserwartung bei den Rassehunden jedoch auch nicht wirklich weiter kommen, ist ihre Meinung seit Jahren.
Und das obwohl gerade auch die Veterinärmedizin stetig rasante Sprünge macht.

Mit der Anschaffung der Berner Sennenhunde wurde sie hier mit einem weiteren Beispiel einer völlig anderen Rasse für negative Auswirkungen von Inzuchtdepressionen konfrontiert.
Aus diesem Grunde werden Berner nun in ihre weiteren Experimentalzuchten mit integriert.
Lassen wir uns überraschen, was außer super süße Kuschelraupen hier noch zum Vorschein kommt.
 

 
Ach übrigens, wer sich hier für solch eine Fellnase interessiert und sich dabei eine Zusammenarbeit mit meinem Frauchen als Besitzer eines Sennentollers für weitere Projekte in der Experimentalzucht vorstellen kann, darf sich diese kleinen Fellnasen gerne näher und live anschauen kommen.
Vereinbart bei Interesse dafür einfach einen Termin mit meinem Frauchen unter:

Telefon: 035471 20403

In diesem Sinne wünsche ich euch für heute einen experimentierfreudigen Freitag.
Bis morgen dann, Eure Rapunzel

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