Auf die Gesundheit…

Frauchens Oma hat wohl früher immer etwas abgeleitet von einem bekannten Sprichwort gesagt:
Über Krankheiten muss man nicht reden, die hat man oder hat man nicht. Ohne Zweifel haben sich die Zeiten seit dem gerade in der Medizin und ich denke mal noch rasanter in der Tiermedizin geändert.
Der Spruch würde wohl heute eher auf die Gesundheit zutreffen. Wo man auch hinkommt, wen man auch trifft, es dauert nicht lange und jede Kommunikation führt unwillkürlich in Richtung Krankheiten.
Das ist bei Hundehaltern nicht anders. Hier ist das Thema aber meistens mehr auf das Leiden der Hunde fixiert.
 

 
Auch meinem Frauchen als Züchter werden natürlich immer Infos über das Leiden der Hunde zugetragen.
Bello hat schon wieder gebrochen, Struppi lahmt seit ein paar Tagen oder unserem Hektor mussten wir einen Zahn ziehen lassen. Er hat beim Kauen inzwischen so gelitten, man konnte es nicht mehr mit ansehen.

Andere Erzählungen geben dann solche Informationen.
Unser Hund hat letzte Wochen ein ganzes Wollknäul verschlungen, Er frisst tatsächlich alles, was er findet. Ich konnte gerade noch die Stricknadeln vor dem Verschlingen dabei retten.
Oder…
Unser Junghund hat vom Tierarzt ja wegen seinem Humpeln auf der rechten Pfote Leinenzwang verordnet bekommen. Ich kann nur sagen, welch ein Graus. Er ist ja gerade in der Pubertät und ihn dabei dann auf der Hundewiese beim Junghundtraining, während die anderen Hunde freudig rumrennen an der Leine zu halten ist echt kompliziert.
Oder…
Am liebsten kaut ja unsere Hund auf Holz rum. Wenn wir im Wald spazieren gehen, ist es einfach nur niedlich anzusehen, wenn er riesen Stöcke zusammenträgt. Einen darf er dann immer mit nach Hause nehmen und darauf rum kauen. Das genießt er immer richtig.
 

 
Mhmmm….
Seht ihr Zusammenhänge zwischen Gruppe 1 und 2…???
Jetzt nicht den Kopf zerbrechen. Wenn nicht, kann ich es verstehen. Die Besitzer der jeweiligen Hunde sehen auch keinen.
In jedem Fall sind hier die Tierärzte gefordert. Es geht schließlich um das Wohl von uns Hunden. Hier hat man in den letzten Jahren wie schon erwähnt, so viele Fortschritte gemacht, dass man den meisten tierischen Patienten auch ziemlich schnell und richtig gut helfen kann.
Frauchen´s Oma wäre echt begeistert.
 

 
Wie überall gibt es natürlich auch in der Tiermedizin unterschiedliche Handhabungen. Ohne jetzt in irgendeiner Weise publizieren zu wollen, dass Tierärzte ja immer nur ans Geld verdienen denken (das gehört übrigens nun mal auch zu jedem Unternehmer, was ein Tierarzt ganz neben seiner Liebe zu den Tieren und seinem Beruf ja nun auch mal ist), stellt sich manchmal schon die Frage, ob tatsächlich immer gleich mit Kanonen auf Spatzen geschossen werden muss.
Hierbei spreche ich nicht von den obigen Beispielen. Das sind alles Fallbeispiele, bei denen unbedingt ein Tierarzt zu rate gezogen werden sollte und wo durchaus Handlungsbedarf besteht.

Dennoch sage ich als Fellnase einfach mal so…
Manchmal sollte man doch auch mehr auf unsere „Macken“ eingehen, um einige Probleme mit gesundheitlichen Folgen zu vermeiden. Oftmals haben meine Hundekumpels, die solchen Blödsinn machen auch nichts anderes gelernt. Hier heißt es also, diese Fellnasen so zu halten, dass ihnen beim Alleinsein nicht´s passieren kann und beim Zusammensein könnte man einfach mehr Abwechslung zur entsprechenden Auslastung in unseren Alltag bringen. Diese findet dann allerdings beim humpelnden Hund niemals auf der Hundewiese der Hundeschule statt. An dieser Stelle ist dann tatsächlich Schule schwänzen nagesagt.

Oft stürmen Hundebesitzer aber auch wegen doch eher harmloser Störungen bei uns Hunden die Tierarztpraxen.
Wenn z.B. der Hund kein solch Wollknäul verschlungen hat, wo man fast über eine Not-OP nachdenken muss oder auch nicht den bunten Teller vom Weihnachtsfest mit einmal verschlungen hat, sondern ganz einfach mal ein kleines bisschen bricht, dazu an Gras kaut und dass dann wieder ausspuckt, muss man nicht zwingend sofort zum Tierarzt.
 

 
Manchmal ist einfach Beobachten und Ruhe schon ganz hilfreich. Dieser Hund hat sich vielleicht einfach nur den Magen verstimmt. Mein Frauchen verordnet in solchen Fällen immer erstmal Fasten. Den Magen zur Ruhe kommen lassen und ganz viel Trinken. Das animiert sie dann bei uns mit leckerem Honigtee. Viele von Euch kennen das schon als Ratschlag von uns. Sollte es dadurch nicht besser werden, der Brechreiz trotz inzwischen leeren Magen anhalten, muss natürlich der Tierarzt involviert werden.
Oftmals ist es aber tatsächlich eine einfache Magenverstimmung, die nach einem Fastentag und langsamen Aufbau der nächsten Mahlzeiten in Diätform super zu händeln ist.

Einen weiteren Hinweis möchte ich gerne zum Humpeln geben. Gerade im Wachstum oder auch beim älteren Hund passieren solche Dinge. Wichtig erscheint meinem Frauchen hier das wirkliche Ruhigstellen. Der Hund sollte tatsächlich ein paar Tage z.B. auch in einer Hundebox verbringen und nur zum gemächlichen Gassigang dicht vor der Tür, zum Fressen und zur Kuschelrunde aus dieser rausgelassen werden.
Sollte sich hiermit das Humpeln verbessern, kann man z.B. über altenative Behandlung auch bei deformierten Knochen nachdenken. Eine OP des Ellenbogens einer ED verhindert nämlich nicht zwingend eine dem geschädigten Gelenk folgenden Arthrose. Natürlich muss es für die richtigen Behandlung erstmal eine genaue Diagnose vom Tierarzt geben. Was aber wirklich die richtige Behandlung ist, sollte man wieder in Ruhe und mit verschiedenen Meinungen von Fachleuten entscheiden.
 

 
Noch eine andere Geschichte. Gerade jetzt zu dieser Jahreszeit gibt es auch bei uns Vierbeinern Husten. Der Hund hat scheinbar etwas verschluckt und quält sich offensichtlich, das herauszubringen. Manchmal gibt es dabei etwas Schleimabsonderung.
 

Als Hundehalter ist man in Panik und rennt natürlich auch sofort zum Tierarzt.
Versuchen sie auch hier mal die Ruhe zu bewahren. Beobachten sie ihren Hund. Würgt er ständig ununterbrochen rum, ist ein Tierarztbesuch völlig gerechtfertigt. Hustet er aber in Abständen und kommt zwischendurch völlig normal zur Ruhe ist auch hier richtig lauwarmer Honigtee das Mittel der Wahl. Ergänzen sie diesen Tee noch mit Ingwer. Diese Getränk hat bei meiner Erkältung zum Ende des vorigen Winters echt Wunder gewirkt. Zugegeben, es dauert etwas. Man muss Geduld haben. Aber wenn man gleich nach den ersten Hustenanzeichen damit anfängt und sich diese Viren nicht zu arg vielleicht auch noch auf anderer Organe ausgeweitet haben, klappt es tatsächlich.
 

 
Nu haben wir denke ich für heute aber genug über Krankheiten geredet. Lasst uns die letzten Tage im Jahr lieber mit Gesundheit verbringen.
In diesem Sinne wünsche ich euch einen schönen und gesunden Tag.
Ich freue mich jetzt z.B auf meine Apfel. Den bekomme ich jeden Tag von meinem Frauchen. Er hat viele gesunde Inhaltsstoffe und schmeckt dazu noch lecker. Ein gesunde und völlig natürliche Zwischenmahlzeit.

Bis morgen dann, Eure Rapunzel

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