Advent, Advent ein Lichtlein brennt…

Diese Stimmung, die ihr Menschen hier in der Vorweihnachtszeit verbreitet finde ich schon ziemlich märchenhaft. Ihr liebt demzufolge auch diese Traumphasen. Das Abtauchen in eine wohlige Atmosphäre gibt euch die lebensnotwendige Ruhe und damit auch wieder die Kraft für eure doch ziemlich hektische Welt.
Genau hier kommen auch wir Tiere und insbesondere wir Hunde als Haustier ins Spiel. Wir können nämlich ruhen. Wir können entspannen. Leider nehmt genau ihr Menschen uns diese Phasen oft durch euer perfekt organisiertes Leben. Aber lassen wir das heute lieber.
Es ist Sonntag und es ist der 1. Advent.
Das sind doch schon mal super Voraussetzungen, einen wirklich entspannten Tag zu genießen.
Die perfekte Zeit zum einfach mal träumen.

Ehrlich gesagt habe ich auch ein bisschen Nachholbedarf in Sachen Erholung. Die letzten 12 Wochen waren für mich schon auch ein bisschen aufregend, wie ihr schon wisst. Inzwischen ist meine Rasselbande bis auf Herrn Fuchs jedoch ausgezogen und bereiten ihren neuen Familien eine hoffentlich besinnliche Vorweihnachtszeit. Es gibt schließlich kaum etwas Schöneres, als mit solch einem kleinen Fellknäul im Arm etwas Ruhe zu tanken.

Wer ist eigentlich Herr Fuchs, fragt ihr euch jetzt. Ganz einfach, Herr Fuchs ist einer von meinen acht Nachkommen, von denen ich euch gestern erzählt habe. Nein…nein…keine Sorge, so durcheinander geht es dann hier doch nicht zu. Der Papa war tatsächlich Georg vom Retrieverhof, ein waschechter Nova Scotia Duck Tolling Retriever und auch nur er.
Ihr kennt ja mein Frauchen inzwischen schon ein bisschen. Ihre Ideen und Einfälle sind zugegebener Maßen oft etwas gewöhnungsbedürftig. Diese Namensgebung meiner Welpen fand ich jedoch ganz passend. Meinen acht Zwerge haben alle Namen aus dem Märchenwald bekommen.

Darf ich vorstellen:

Herr Fuchs

Frau Elster

Onkel Uhu

Weißohr

Meister Schwarzrock

Frau Igel

Borstel

und meine Putzi.

Wie ihr deutlich erkennen könnt, sind es tatsächlich alles Hunde geworden und Zuckersüße dazu.

Diese eigentlichen Figuren stammen aus einem Kinderprogramm des Deutschen Fernsehfunks. Dieser war die staatliche Fernsehanstalt der DDR und bekam ab Anfang der 70er Jahre auch den Namen „Fernsehen der DDR“. Aus diesem Grund kennen wahrscheinlich diese Märchenwaldfiguren auch nicht alle von euch. Neben den Märchenwaldbewohnern gab es auch die Figuren aus dem Märchenland. Hier sind Pittiplatsch und Schnatterinchen für ihre vielen Geschichten bekannt.

Alle meine Racker haben aber ihren Namen wahrlich auch alle Ehre gemacht. Jede Figur hatte in dem damaligen Kinderprogramm auch so seine Geschichte und irgendwie sind einige Charakterzüge sogar richtig passend geworden.

Herr Fuchs z.B. lebte steht in einem Bau. Mein Herr Fuchs liebt auch das Verstecken in den finstersten Ecken und kuschelt sich dort immer gemütlich ein.

Frau Elster wohnte natürlich in einem Nest und hatte daraus immer den guten Überblick um ihre große Neugierde zu befriedigen. Meine Frau Elster ist tatsächlich ein kleiner neugieriger Feger geworden.

Onkel Uhu war der Lehrer in der Waldschule und vermittelte seinen Waldkindern vorrangig viele Dinge aus der Natur. Auch mein Onkel Uhu ist ein echter Naturbursche. Er zeigt sich immer etwas zurückgezogen und gut beobachtend.

Weißohr war der Neffe von Herrn Fuchs und kam meistens als Feriengast ins Märchenland. Dabei gab es natürlich immer interessante Erkundungen und Weißohr probierte viele Dinge aus, die er von seinem eigentlichen zu Hause nicht kannte. Mein Weißohr ist auch sehr erkundungsfreudig und das aber mit einer sehr ruhigen und interessierten Art.

Meister Schwarzrock war die damalige Medienanstalt des Märchenwaldes. Mit Zeitung, Radio und dem Postamt war er hier auch über fast alles immer auf den neusten Stand und vermittelte diese Informationen meistens ziemlich arrogant. Auch der kleine Meister Schwarzrock von mir zeigt sich hier oft ziemlich hochnäsig und überlegen.

Frau Igel war die gute Mutti im Märchenwald. Dabei war sie immer sehr emsig und fleißig in ihrem Haus und Garten unterwegs. Auch meine Frau Igel ist sehr agil und versteht es, ständig etwas in unserem Welpenrevier umzuräumen oder umzugestalten. Ob diese Gestaltung immer allen gefällt, ist fraglich. Wenn unser Frauchen hier mal etwas gesucht hat, musste sie meistens nur schauen, wo gerade Frau Igel ist und wurde dort schnell fündig.

Borstel war eigentlich der Sohn von Frau Igel und machte seiner Mutti oft viele Sorgen. Mein Borstel ist natürlich hier auch mein Sohn und hat tatsächlich oft jede Menge Flausen im Kopf. Von wem er das man hat? Sehr agil auf seinen vier Pfoten unterwegs ist Borstel schon eine kleiner Wusel mit ständig neuen Überraschungen.

Und unsere kleine Putzi.
Putzi war ein kleines niedliches Eichhörnchen und somit emsig auf den Bäumen unterwegs. Gemeinsam mit Borstel und ein paar anderen Märchenwaldkindern ließ sie sich oft und gerne von Frau Igel mit ihren Koch- und Backkünsten verwöhnen. Meine Putzi ist genau so eine wahrhaft putzige Hündin, die es sehr liebt, sich richtig verwöhnen zu lassen.

Ich bin natürlich sehr gespannt, wie die Entwicklung meiner Märchenwald-Kinder so weitergeht. Es gibt inzwischen ja schon so eine und andere Rückmeldung von den neuen Familien und ich hoffe, es kommen in der nächsten Zeit noch viele dazu. Natürlich werde ich euch dann davon hier auch ein paar lustige Geschichten weitererzählen.
Für heute heißt es aber erstmal den Sonntag genießen. Vielleicht gefällt euch dafür ja auch diese niedliche Geschichte aus dem Märchenwald. Sogar das Knacken der Schallplatte ist bei dieser Aufnahme zu hören. Meine Frauchen verliert sich dabei immer in Kindheitserinnerungen. Solange ich dabei neben ihr auf der Couch kuscheln kann, ist mir das aber völlig egal.

Ich wünsche Euch einen märchenhaften 1. Advent.

Bis morgen dann,
eure Rapunzel.

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