Endspurt mit Entspannung…

So Leute, es ist so weit. Wir haben den 4. Advent. Das Chaos ist angerichtet oder auch nicht. Aber ich sehe schon….ja ich habe Röntgenaugen.
Da wird an der einen Stelle noch geputzt, an der anderen Stelle muss noch dekoriert werden. Schweißausbrüche, ob der Braten auch gelingt, sind denn überhaupt alle Zutaten dafür auch vorhanden.
Eh Leute…durchatmen…Es ist gleich Weihnachten. Was konkret wollt ihr denn jetzt tatsächlich noch für Bäume ausreißen.
 


 

Apropos Bäume. Auch hier ist ja inzwischen nun alles anders.
FRÜHER…
Und da plaudere ich jetzt mal aus der Jungendzeit meiner Besitzer…
Früher wurde vormittags die Weihnachtsstube hergerichtet und dann traditionell zum Heiligen Abend der Weihnachtsbaum aufgestellt.
Anschließend gab es dann entspannt die Bescherung unterm Tannenbaum.

Nun gut, zugegeben…
Die Entspannung hat sich zumindest bei meinen Frauchen zu Hause dann auch Stück für Stück verzogen, da sie zum einen eine super hektische Mutter hatte und zum anderen dort schon sowas wie ein Wettbewerb für das perfekte Weihnachtsfest entwickelte.
Jeder wollte den prunkvollsten Baum haben, jeder die teuersten Geschenke machen, jeder das schmackhafteste Essen präsentieren. Die Wertungen wurden zu dieser Zeit noch vorrangig von den Weihnachtsbesuchen abgegeben.
Allein diese Konkurrenzkämpfe waren sicherlich schon die Kinderschuhe für die heutigen Präsentationen unserer Familienweihnachtsfeste in der Öffentlichkeit.

Weihnachten, auch ohne den christlichen Hintergrund ist das Fest der Liebe. Die Familie kommt zusammen und erfreut sich an ihrer Entwicklung. Hierbei sollte Gesundheit, Freude am Erlebten und das spüren der Zusammengehörigkeit im Vordergrund stehen. Das alles umrahmt von kleinen Präsenten für funkelnde Augen und Herzen in gemütlicher weihnachtlicher Atmosphäre.
Das nennt man dann das Fest.

Heute werden die Weihnachtsbäume schon zur Adventszeit in die Stube geholt und rausgeputzt. Die Ergebnisse werden durch die sozialen Medien gesandt. Nein, nicht wie man jetzt glauben könnte, zu den lieben Verwandten, die aus den verschiedensten Gründen Weihnachten nicht mit im Kreise der Familie feiern können. Auch nicht zu den weiter entfernten Verwandten, die ja ihre eigene Familie haben und deren man mit früher Karten- und heute Internetgrüßen die Verbundenheit dokumentiert.
Es geht tatsächlich meistens nur noch um das Darstellen. Meiner ist der Schönste, Größte, Beste…so wird auch der Weihnachtsbaum durch das Netz gejagt. Oftmals wird mit entsprechenden Dokumentationen noch richtig Neid und Missgunst geschürt. Sehr schade.

Wir Hunde kennen sowas nicht. Wir wissen, wenn wir einen Knochen haben, ist das unserer. Das verteidigen wir auch. Wir gehen aber damit niemals Spazieren und zeigen anderen Hunden…Schau mal, meiner ist ja größer.
Also Leute, ich sage es ja immer wieder. Ihr könnt von uns Hunden noch echt was lernen.
Deshalb hier auch für den 4. Advent meine berühmt, berüchtigten Tipps:
 


 

Entspannt euch Leute, genießt auch diesen Vorweihnachtstag. Es gibt keine wirkliche Perfektion. Irgendetwas bleibt immer auf der Strecke. Was nützt euch ein super organisiertes Weihnachtsfest, wenn Frauchen oder Herrchen anschließend völlig erschöpft unterm Weihnachtsbaum einschlafen.
Wen kratzt es ob Müllers von nebenan traditionell zu Weihnachten Gänsebraten in der Röhre haben oder doch lieber einen Gemüseauflauf bevorzugen? Maximal ist wichtig, dass sie überhaupt etwas haben. Solltet ihr im eigenen Stress vielleicht doch auch mal merken, dass euren Nachbarn was fehlt, ladet sie zum Teilen und nicht zum Präsentieren ein.

Oder das Beispiel mit dem Horror bezüglich der Geschenke. Was ist, wenn ein Geschenk nicht wirklich den Geschmack trifft? Man tauscht es hinterher aus und wird für das nächste mal einfach schlauer.
Das alles passiert. Das alles ist Leben…
Solange nichts wirklich Schreckliches geschieht, ist doch alles schick. Erfreuen wir uns also gerade in dieser Weihnachtszeit schlicht und einfach daran, dass wir da sind und das wir uns haben.

Dabei darf ich euch jetzt aber tatsächlich mal ein bisschen neidisch machen. Ich genieße heute zum Beispiel noch ein schöne Massage. Müsst ihr unbedingt mal ausprobieren. Frauchen geht mir dabei mit leicht kreisenden Bewegungen die Wirbelsäule entlang, vom Hals bis zum Schwanzansatz. Ich werde dabei natürlich immer länger und genieße anschließend ein liebevolles Kraulen meiner Ohren. Da kommt echt Entspannung ins Haus und plötzlich wird auch noch nicht beseitigtes Chaos völlig nebensächlich.
 


 

Wenn euer Weihnachtsbesuch dann zu irgendetwas tatsächlich die Nase rümpft, probiert es gleich noch mal mit einer Massage an euren Hunden. So seid ihr, um jetzt aufkommenden Streit zu vermeiden, beschäftigt und zum anderen habt ihr einen sofortigen Entspannungsfaktor. Mit soviel Lockerheit kann man sich dann nicht mal über irgendwelche Sprüche ärgern – garantiere ich euch.
 

Und dann noch eine Offenbarung. Jedes Chaos ist auch nach Weihnachten noch immer da und kann, wenn es dann noch wichtig ist, auch danach noch beseitigt werden.
In diesem Sinne einen entspannten 4. Advent.

Bis morgen dann,
eure Rapunzel

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